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Freitag, 15. Mai 2020

Olaf Scholz, Dagobert Duck der Schulden

Ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz der negative Dagobert Duck? Der Mann, den die SPD als Parteivorsitzenden partout nicht wollte, der aber merkwürdigerweise zum Strohhalm-Kanzlerkandidat gekürt wurde. Mutiert Olaf Scholz gerade zum oder ist er schon Corona-Superheld?

Pandemie oder Plandemie? Super-Held oder Super-Schurke? What a man? Dieser Scholz. Hand aufs Herz: Hätten Sie bei ihm Ihr Kreuzchen gemacht?

Finanzminister gelten nahezu allerorten nach Kaiser, Kurfürst, Khan, Sultan, Präsident oder Kanzlerin als zweitwichtigste Figuren im Exekutivgebilde. Das von ihnen angeführte Ministerium entscheidet wesentlich mit, welches Projekt überhaupt die Chance bekommt, verwirklicht zu werden.

Die von Scholz bereitwillig übernommene und wacker empor gehaltene Schwarze Null hieß Enteignung der Sparer, der kleinen Leute, vornehmlich zugunsten von DAX- und anderen Riesen. Nur leider (oder auch nicht) gehören die Unternehmen im DAX mehrheitlich längst nicht mehr den Deutschen. 55 % der Aktien der DAX-Unternehmen sind laut Manager Magazin in ausländischer Hand. Das muss einen Sozial-Demokraten nicht hindern, Politik primär aufs Wohl von Konzerngiganten sowie von Finanz- und Exportindustrie auszurichten.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der falsche Mann für die Corona-Krise
Hey, Big Spender! Hey, Mr. Scholz.

Das ist die Backstory, Teil der Vor-Corona-Geschichte des Olaf Scholz. Ach so, dann holte er sich auch noch einen Boss der deutschen Filiale der Investmentbank Goldman Sachs als beamteten Staatssekretär. Beamtete Staatsekretäre sind die Leut‘, die im jeweiligen Ministerium die Arbeit machen. Der Minister repräsentiert, entscheidet vielleicht gar mit, gelegentlich mal. "Olaf Scholz macht die Brandstifter zur Feuerwehr" titelte das Manager Magazin im März 2018.

Jetzt hätte ich die HSH Nordbank-Story fast vergessen. Da bewies Herr Scholz exemplarisch, wie gut er mit dem Geld seiner Steuerzahler umgehen kann. [siehe dazu in der WirtschaftsWoche: Im Bann der Scheinmilliarde]

Nun ist Herr Scholz da, wo er ist. Bundesfinanzminister in der laut etlicher Prognostiker, schwersten Wirtschaftskrise, die Deutschland seit dem 2. Weltkrieg durchstehen muss. Der Ex-Schwarz-Nuller verschiebt Milliarden. Quatsch, das wäre einige Nullen zu winzig: Herr Scholz verschiebt gerade 1,2 Billionen. Glauben Sie (wie ich), dass es noch mehr Euro werden? Mehr Geld als Dagobert Ducks Fantastilliarden.

Hoffentlich wird Herrn Scholz, ob dieser kaum mehr vorstellbaren Summen nicht schwindelig ...


... und er verschiebt Deutschlands Billionen und Abermilliarden an die Falschen? Naja, in der „Neuen Normalität“, wäre dies verzeihbar. Finden Sie nicht auch? Vor allem, kriegt es überhaupt einer mit? Die Presse, allen voran das völlig eingenordete Öffentlich-Rechtliche, schaltet doch statt auf die Billionen lieber aufs grimmig sich kugelnde Virus. Die Stachelkugel wirkt monströser als manch‘ Papiertiger. Hat weltweit weniger Menschen auf dem Gewissen als eine mittelschwere Grippe.

Vertrauen wir also Herrn Scholz und seinem Kumpel von Goldman Sachs? Et hätt noch immer jot jejange, sagt der Kölner. Und er hat Unrecht.

Eigene Collage: Olaf Scholz (frei gestellt) fotografiert von Christoph Braun (Lizenz: CC0) kombiniert mit einem Geldschwemme-Bild von Gerd Altmann, gefunden auf Pixabay | Grafik + Text: rw, der Text wurde Ende August 2020 leicht aktualisiert